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Praktica MTL 3 & Kodak Gold 200.

Den Abschluss meiner kleinen analogen Versuchsreihe macht die Praktica MTL 3 mit zwei 50 und 135 mm Festbrennweiten und dem günstigen Kodak Gold 200.

Die Kamera liegt in der Hand wie aus einem Stück gefeilt und macht mit ihrer mit rotem Stoff ausgekleideten braunen Ledertasche aus jeder Handhabung eine kleine Zeitreise. Selbst der Geruch der aus dieser Tasche aufsteigt wenn man sie öffnet, ist noch der selbe wie zu meinen Kindertagen. Wer mehr über sie erfahren mag kann sich hier belesen, sie ist da ganz wunderbar beschrieben.

Das Fazit? Andere Objektive machen andere Bilder, genauso wie andere Filme. 😉

Das große Fazit aus 5 Rollen Farbfilm, drei verschiedenen Kameras und 7 verschiedenen Objektiven? Es lohnt sich für mich analog zu fotografieren. Es lohnt sich aus mehreren Gründen. Es macht mich bedachter, umsichtiger und ruhiger in meinem Tun. Es hat etwas meditatives für mich und etwas intimes. Es macht meine Fotos nicht hochauflösender oder schärfer, ganz im Gegenteil, aber es macht die Fotografie als Ganzes persönlicher. Damit kann man rational betrachtet wenig anfangen, aber es macht aus einem Hobby ein beruhigendes Hobby…und bringt etwas Ruhe und Gelassenheit in eine oft unruhige und aufreibende Welt.

Die Filme wurden wieder von Pixelnet entwickelt und gescannt.

Zeitreisegrüße.

Neunmal AgfaPhoto Vista 200.

Den zweiten meiner drei analogen Versuche hatte ich mit der Canon EOS 300 und zwei Rollen AgfaPhoto Vista 200 gestartet.

Das verlockende an der Kamera ist ihr Autofokus und das dadurch fast identische Arbeiten damit, wie ich es von meiner digitalen Canon EOS gewohnt bin. Die Farben des Films werden oft als etwas entsättigter beschrieben, zumindest im direkten Vergleich zum Kodak Gold 200 kann ich das bestätigen und finde es hat was.

Die Aufnahmen wurden alle mit einem 50mm Festbrennweiten Objektiv und im AV Modus, mit einer kleinen Belichtungskorrektur hin zu mehr Licht, aufgenommen. Die Entwicklung und der Scan der Negative wurde wieder von Pixelnet erledigt und ist unbearbeitet.

Das Fazit? Anderer Film sieht anders aus. 🙂

Vier Kodak Gold 200 Momente.

Trotz und wegen ihrer Unzulänglichkeiten möchte ich euch vier von 36 analogen Aufnahmen zeigen, welche ich mit der Canon AE-1 Program und dem Farbfilm Kodak Gold 200 aufgenommen habe. Verwendet habe ich als Objektiv eine 50mm Festbrennweite und zur Belichtungsmessung die Blendenautomatik der Kamera genutzt (welche scheinbar etwas optimistisch zu messen scheint).

Die Aufnahmen sind, wie noch einige andere mehr, als Test entstanden, um einfach die Kamera kennenzulernen und die Möglichkeiten und Grenzen von Film (eigentlich nur dieses Films) zu entdecken. Die Entscheidung für einen Farbfilm fiel, um eventuelle nachträgliche Fehler in der eigenen Entwicklung ausschließen, da die Entwicklung genormt im Großlabor erfolgt. Die Scans sind so wie Pixelnet sie zur Filmentwicklung mit anbietet und unbearbeitet.

Das Fazit? Film funktioniert. 😉

15 Minuten in Norwegen.

Wenn Du innehältst und es sehen kannst, brauchst Du keine große Reise zu unternehmen…die gesamte Welt kommt mit all ihrer Vielfalt ganz von allein an Dir vorbei, immer wieder, ganz gleich wo Du lebst.

Dem Blau am Himmel bis an den Strand gefolgt, für 15 Minuten an einem norwegischen Fjord gesessen und als Erinnerung dieses Foto aufgenommen, am 19.03.2018 am Nordoststrand des Berzdorfer Sees.

Rückwärts nach vorn.

„Ich möchte etwas zeigen, dass nicht modern ist, etwas, dass eine Langlebigkeit hat.” – (Candida Höfer)

Seit nunmehr 6 Monaten wandle ich auf analogen Pfaden und versuche mich an Kameras und Gerätschaften, die teilweise schon über 60 Dienstjahre hinter sich haben. Ich versuche mich daran mit ihnen etwas Charme der Vergangenheit in meine Gegenwart zu holen, etwas tiefer in das Handwerk Fotografie einzutauchen und um Frau Höfers Zitat nochmal aufzugreifen…etwas langlebiges zu schaffen,

Jede Kamera und jede Gerätschaft bringt dazu noch eine eigene und ausnahmslos interessante Geschichte mit und wie ich hoffe und finde, auch etwas mit in meine Fotografie und letztlich aufs Bild, was es sonst nicht geben würde. Weniger durch die alte und unverwüstlich scheinende Technik, mehr durch meinen andächtigen Umgang und mein bewussteres Arbeiten damit.

Ich hoffe sehr euch bald mehr davon zeigen zu können und verbleibe so lang mit diesem Selbstporträt von meinem ersten Ausflug, am 09.03.2018, mit der bezaubernden Weltaflex und einem weiteren Zitat:

„Lehre bildet Geister; doch Übung macht den Meister.“ – (Deutsches Sprichwort)