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Plötzlich Frühling. Oder. Von Blümchen und Vögeln.

„Die Blüte ist das Symbol des Geheimnisses unseres Geistes.“

Novalis 1772 – 1801

Und plötzlich ist Kirschblüte in unserem Garten. Die von den Gänsen „bewirtschaftete“ Wiese wird höher und bunter. Alles was den Winter über, am und im Boden geruht hat, erhebt sich. Erhebt sich und leuchtet. Und wie fliegende Blüten, huschen die Meisen geschäftig hin und her. Der Mensch huscht die meiste Zeit auch, so wie das restliche Jahr.

Kamera: Canon EOS 700D
Objektive: Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD G2 & Canon EF 50mm F/1.8
Ort: Görlitz
Aufnahmedatum: April 2022

Nach Weinhübel und zurück.

„Sich verlaufen ist kein Vergehen.“

Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Die dritte Rolle Bergger Pancro 400 kam diesmal in eine russische Neuanschaffung, die BeLOMO Vilia. Ich weiß gar nicht mehr wie und wobei ich auf diese Kamera gestossen bin, aber wie es eben so ist: Nun besitze ich zwei davon. Und was soll ich sagen, es wurde schon so oft von anderen gesagt: Sie ist ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. Sie macht keine besseren oder schlechteren Fotos als jede andere Kamera, die man oder die man eben nicht bedienen kann. Ich hoffe ich merk mir das endlich selber mal. 🤞

Aber egal, sie macht Fotos und darauf kommts ja an. 🙂 Und sie wiegt nicht viel, was besonders gut ist, wenn man sich gern, ausgiebig und vorsätzlich verläuft. So geschehen neulich in Weinhübel. Es ist kaum zu glauben, aber auch auf einer großen Wiese kann ich mich verlaufen…und das sogar richtig gut.

Was ich vor, nach und beim verlaufen zwischen Weinhübel und Nikolaivorstadt so gesehen haben, seht ihr in der folgenden Galerie.

Kamera: BeLOMO Vilia
Film: Bergger Pancro 400 (ISO 400)
Entwicklung: D-76 in 1+1 für 17min bei 20°
Scanner: Canon CanoScan 8600F
Ort: Görlitz
Aufnahmedatum: März 2022

Meditations- & Pinhole-Day.

„Wenn man Spaß an einer Sache hat, dann nimmt man sie auch ernst.“

Gerhard Uhlenbruck (deutscher Mediziner und Aphoristiker)

Bei mäßiger Brise und bewölktem Himmel wollte ich versuchen ein paar schöne Lochkameraufnahmen am Berzdorfer See zu machen. Wellen, die durch die langen Belichtungszeiten von 10 Minuten zu einer unwirklichen Fläche verschwimmen, ziehende Wolken die den Himmel verwischen und Gräser die geisterhafte Spuren auf dem Bild hinterlassen. Im Kontrast zu unbeweglich scheinenden Dingen, wie Felsen, starken Bäume, Bergen oder dem Ufer. Wir wissen heute zwar, dass alles irgendwie in Bewegung war, ist und sein wird…aber in so menschlichen Massstäben gesehen, ist manches scheinbar starr und bewegt sich nur sooo langsam, dass wir es nicht bemerken. Eine schöne Gedankenkette zum entspannen und etwas darin abtauchen.

Wie sich das alles hat umsetzen lassen, seht ihr hier. 🙂

Kamera: Agfa Clack – Pinhole Umbau
Objektiv: 0,35 mm Pinhole f/223
Film: Fomapan 400 Action
Entwicklung: Fomadon LQN – Verdünnung 1+10 – 8:30min bei 21°
Scanner: Canon CanoScan 8600F
Ort: Berzdorfer See
Aufnahmedatum: Februar 2022