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Lauban. Bergbad. Analog.

“Die Ruinen des einen braucht die allzeit wirksame Natur zu dem Leben des andern.” (Gotthold Ephraim Lessing)

Zufällig gefunden und fotografiert, auf einem Besuch, am 25.03.2018, in Lauban (Polen).

Der Mann aus KleinZaubernitz.

„Natürlich ist es immer Glück.” (Henri Cartier-Bresson)

Der Mann aus KleinZaubernitz begegnete mir und meinem Sohn bei meinem ersten Ausflug mit einem Schwarz-Weiß-Film in der Kamera auf einer Motivsuche in Lodenau. Ich suchte ein Stück Neiße an das ich mich erinnern konnte und nahm die falsche Abfahrt…Sackgasse…und da stand er. 86 Jahre alt, mit dem Rad nach Lodenau gefahren um zu schauen wie es da so aussieht und was sich getan hat. Er sprach uns an, wegen der Uhrzeit, wegen der Heimfahrt nach Kleinsaubernitz…und er klärte uns auf, dass wir auf der alten Reichstraße 99 stehen, dass er bei der Bahn gearbeitet hat und dass er gern mit dem Rad fährt, die Geschichte Schlesiens, warum sich Misstrauen gegenüber der Politik lohnt und vieles, vieles mehr… Ich habe dann irgendwann all meinen Mut zusammen genommen und ihn gefragt ob ich ein Foto von ihm machen darf, auf Film…und er stimmte sofort zu ( er wird oft fotografiert) und lächelte in die Kamera.

Und so wurde ausgerechnet dieser Zeitreisende zu meiner ersten Aufnahme die ich selbst aufgenommen, entwickelt und auf Papier belichtet habe. Es hätte schöner und schräger nicht sein können. Die Geschichte kommt mir noch immer verrückt vor, aber so wars tatsächlich…und…natürlich ist es immer Glück.

Praktica MTL 3 & Kodak Gold 200.

Den Abschluss meiner kleinen analogen Versuchsreihe macht die Praktica MTL 3 mit zwei 50 und 135 mm Festbrennweiten und dem günstigen Kodak Gold 200.

Die Kamera liegt in der Hand wie aus einem Stück gefeilt und macht mit ihrer mit rotem Stoff ausgekleideten braunen Ledertasche aus jeder Handhabung eine kleine Zeitreise. Selbst der Geruch der aus dieser Tasche aufsteigt wenn man sie öffnet, ist noch der selbe wie zu meinen Kindertagen. Wer mehr über sie erfahren mag kann sich hier belesen, sie ist da ganz wunderbar beschrieben.

Das Fazit? Andere Objektive machen andere Bilder, genauso wie andere Filme. 😉

Das große Fazit aus 5 Rollen Farbfilm, drei verschiedenen Kameras und 7 verschiedenen Objektiven? Es lohnt sich für mich analog zu fotografieren. Es lohnt sich aus mehreren Gründen. Es macht mich bedachter, umsichtiger und ruhiger in meinem Tun. Es hat etwas meditatives für mich und etwas intimes. Es macht meine Fotos nicht hochauflösender oder schärfer, ganz im Gegenteil, aber es macht die Fotografie als Ganzes persönlicher. Damit kann man rational betrachtet wenig anfangen, aber es macht aus einem Hobby ein beruhigendes Hobby…und bringt etwas Ruhe und Gelassenheit in eine oft unruhige und aufreibende Welt.

Die Filme wurden wieder von Pixelnet entwickelt und gescannt.

Zeitreisegrüße.

Neunmal AgfaPhoto Vista 200.

Den zweiten meiner drei analogen Versuche hatte ich mit der Canon EOS 300 und zwei Rollen AgfaPhoto Vista 200 gestartet.

Das verlockende an der Kamera ist ihr Autofokus und das dadurch fast identische Arbeiten damit, wie ich es von meiner digitalen Canon EOS gewohnt bin. Die Farben des Films werden oft als etwas entsättigter beschrieben, zumindest im direkten Vergleich zum Kodak Gold 200 kann ich das bestätigen und finde es hat was.

Die Aufnahmen wurden alle mit einem 50mm Festbrennweiten Objektiv und im AV Modus, mit einer kleinen Belichtungskorrektur hin zu mehr Licht, aufgenommen. Die Entwicklung und der Scan der Negative wurde wieder von Pixelnet erledigt und ist unbearbeitet.

Das Fazit? Anderer Film sieht anders aus. 🙂

Vier Kodak Gold 200 Momente.

Trotz und wegen ihrer Unzulänglichkeiten möchte ich euch vier von 36 analogen Aufnahmen zeigen, welche ich mit der Canon AE-1 Program und dem Farbfilm Kodak Gold 200 aufgenommen habe. Verwendet habe ich als Objektiv eine 50mm Festbrennweite und zur Belichtungsmessung die Blendenautomatik der Kamera genutzt (welche scheinbar etwas optimistisch zu messen scheint).

Die Aufnahmen sind, wie noch einige andere mehr, als Test entstanden, um einfach die Kamera kennenzulernen und die Möglichkeiten und Grenzen von Film (eigentlich nur dieses Films) zu entdecken. Die Entscheidung für einen Farbfilm fiel, um eventuelle nachträgliche Fehler in der eigenen Entwicklung ausschließen, da die Entwicklung genormt im Großlabor erfolgt. Die Scans sind so wie Pixelnet sie zur Filmentwicklung mit anbietet und unbearbeitet.

Das Fazit? Film funktioniert. 😉