Zum Tag der Deutschen Einheit

Für viele ist ein Team zwar heute immer noch ein Kollektiv oder eine Brigade, die Firma in der sie arbeiten der Betrieb und der Netto in Königshufen die Kaufhalle…und Deutschland irgendwie zu groß und zu bunt geworden…aber was soll’s.
Für andere wieder, meist übereifrige Einheitsfans, ist erst ein Teil der Einheit erreicht…und Deutschland irgendwie noch zu klein und auch zu bunt…da der Königsberger Klops noch nicht heim ins Reich geholt wurde und die Pommersche Hafermastgans noch immer aus Polen kommt.
Und wieder ganz andere bombige Typen werden erst zufrieden sein wenn der nicht Abzubildende in all unseren Köpfen ist.

So verschieden geht’s zu im einheitlichen Deutschland.

Aber in meinem kleinen Deutschland hier daheim in Görlitz gibt’s schliesslich auch keine Eiinheit. Der Nachbar ist nicht das Deutschland was ich mir und meinen Kindern wünsche und wir mit Sicherheit nicht seins. Und obwohl der Gott der Eisen wachsen ließ keine Knechte wollte fühle ich mich gerade in finanziellen Dingen oft wie einer.

Reduziert auf den grandiosen “Relaunch” von Deutschland, den Moment der das Unglaubliche hat Wirklichkeit werden lassen, die fallenden Grenzen, den Geschmack von Freiheit und der Möglichkeit sich näher zu kommen, finde ich es allemal einen Grund zu feiern. Meine Definition von Einheit aber beißt sich mit meinen Eindrücken von eben dieser.

Einen schönen Feiertag euch allen. In der Hoffnung auf eine baldige Einigung usw…. 😉

Ein Fotoblog von Christian Weß